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Was kommt nach der Vernetzung?

Die Wirtschaft vernetzt sich. So wie es längst selbstverständlich ist, dass man Menschen auf einem anderen Kontinent über E-Mail, Messaging-Dienste oder soziale Netzwerke mit nur einem Klick erreichen kann, so wird in naher Zukunft die globale Vernetzung im Business alltäglich sein. Doch was kommt danach?

Autonome Fabriken bestellen Rohstoffe selbst. Mikro-Kraftwerke schalten sich ab, wenn kein Strom mehr gebraucht wird. Und der Online-Händler weiß noch vor dem Kunden, wann das Katzenfutter alle ist. Nassrasierer lassen sich heute schon mit dem Internet verbinden. Ein Knopfdruck und Amazon schickt neue Klingen.

Zukunftsforscher grübeln bereits heute über den nächsten Schritt der industriellen Entwicklung. Sie sehen eine hyperdigitalisierte Welt, in der Menschen von schlauen Technologien begleitet werden. Smart ist besser als einfach, nur eben digital. Sprachassistenten wie Apples Siri oder Amazons Alexa haben sich im Alltag etabliert. „Siri, wie lange muss ein Ei kochen, damit es hart ist?“ Für die freundliche Frauenstimme aus dem Smartphone eine einfache Aufgabe.

Was birgt die postdigitalisierte Zukunft?

Welche Rolle spielen Menschen in der voll vernetzten, mitdenkenden Stadt der Zukunft? Was müssen sie in einem Unternehmen tun, wenn es die Computer sind, die produzieren, ein- und verkaufen und sogar Fragen der Kunden beantworten können? „Richtig smart ist eine Technologie nur, wenn sie nicht Selbstzweck ist, sondern auf die Bedürfnisse der Menschen reagiert und deren Beteiligung fördert“, sagt Zukunftsforscher Christian Schuldt. Und man ist geneigt zu antworten: Ja, aber das ist doch nicht neu!

Denn dass Computertechnologie nicht nur eingesetzt werden darf, weil es sie gibt, das lernen IT-Entscheider am ersten Tag. Deshalb ist eher zu erwarten, dass Technik immer freundlicher, immer individueller auf den Anwender zugeschnitten wird. Schuldt rechnet damit, dass wir einen Zuwachs an Gamification erleben werden. Dass also auch dröge, technische Anwendungen in einer spielerischen Hülle daherkommen, wie man es von Dating-Diensten wie Tinder oder Fitnessprogrammen bereits kennt.

Vom Sofa aus andere Welten entdecken

Wir kreieren bereits heute alternative und virtuelle Wirklichkeiten. In den Bereichen Augmented und Virtual Reality sehen viele die Zukunft. Goldman Sachs glaubt, dass Virtual Reality (VR) in wenigen Jahren mehr Umsatz machen wird als der globale TV-Markt. An anderer Stelle hat sich dieser Wechsel bereits vollzogen: Der Umsatz von Computerspielen ist längst höher als der von Kinofilmen.

Wer einen Audi kaufen möchte, der kann virtuell in seinem neuen Auto Platz nehmen und jedes Extra anschauen, bevor die Bauteile dafür überhaupt bestellt sind. Auch IKEA verfügt über eine virtuelle App, mit der man von zu Hause aus seine neue Küche erleben kann.

Zukunft für IT & Zukunft für clevere Dienstleister

Dominik Bösl glaubt an die Generation R, die Generation der Roboter. Er ist Innovationsmanager beim Roboterbauer Kuka. Auf Mensch-Maschinen-Kollaborationen werden auch in öffentlichen Räumen Consumer-Roboter folgen. Im Pflegebereich etwa. „Unsere Enkelkinder werden als Robotic Natives aufwachsen“, so Bösl. Ein Leben ohne Roboter wird dann ebenso schwer vorstellbar sein, wie für uns ein Leben ohne Internet.

Digitale künstliche Intelligenz wird in Zukunft aber nicht nur die Arbeit übernehmen, sondern auch die Kontrolle. Und das in einem positiven Sinn: Die so genannte Blockchain-Technologie soll maximale Transparenz herstellen. Alle Transaktionen, Daten oder Geschäfte sind dem Netz bekannt. Schummeln und betrügen unmöglich. Gesetze können in dieser Welt nicht gebrochen werden.

Wer neue Geschäftsmodelle entwickeln will, der muss sie nicht nur digital prägen, sondern auch als soziotechnische Vision aus dem postdigitalen Blickwinkel sehen, ist Zukunftsforscher Schuldt überzeugt. Das bedeutet: „Das Leben auf dem Planeten Erde existiert nur, weil wir verstrickt sind in ein komplexes Netz ökologischer und sozialer Systeme, die miteinander interagieren und voneinander abhängen“, erklärt Schuldt. Alles hängt mit allem zusammen. „Diese Einsicht steht im Kern einer digitalen Erleuchtung.“

Die Kunst ist es also, die Möglichkeiten so nutzbar und wertvoll für den Benutzer zu machen wie möglich. Eine Menge neuer Dienstleistungsmodelle werden diese digitalen Entwicklungen begleiten. Und so wird die Zukunft der IT auch die Zukunft der cleveren Dienstleister sein.

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